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Der 13. Januar 2008 wird zwei schottischen Tauchern unvergesslich bleiben. Beim letzten Tauchgang, einem von vielen der vergangenen
Jahre, die sie gezielt der Suche nach dem am 10 März 1915 versenkten Deutschen U-Boot U 12 gewidmet hatten, wurden sie fündig.
Lange Jahre war nach dem
Wrack der U 12 gesucht worden, allerdings an der falschen Stelle. Gerüchten nach sollte das zur UQ Petrol Klasse gehörende Boot von einem bewaffneten Fischerboot
gerammt und versenkt worden sein, tatsächlich waren aber an der Jagd nach dem Kriegsschiff drei britische Zerstörer beteiligt, die HMS Ariel, Acheron und Attack.
Nachdem U 12 in der Nacht zuvor ein britisches Schiff versankt hatte, wurde sie von den drei Zerstörern entdeckt und beim Versuch abzutauchen schließlich gerammt.
Das konnte bei Recherchen der engagierten schottischen Tauchgruppe in den Archiven der britischen Marine zweifelsfrei geklärt werden. Auch die lange Zeit als Position
des Untergangs verbreiteten Daten, 58° 41' n. Br., 2° 5' w. L., Luftlinie etwa 80 Kilometer östlich von Edinburgh, konnten bei vielen Tauchgängen nicht
bestätigt werden. Erst nachdem das Suchgebiet verlegt wurden war, wurde das Wrack 25 Meilen (etwa 42,5 km) vor Eyemouth gefunden werden. Die beiden Taucher, Jim
MacLeod aus Bo`ness und Martin Sinclair aus Falkirk waren die ersten, die nach über 90 Jahren die U 12 wieder zu Gesicht bekamen. Da das Wrack immer noch die
sterblichen Überreste von 19 Seeleuten enthält, wurde es zu einem offiziellen Kriegsgrab erklärt und wird so weiterhin unberührt auf dem Meeresgrund verbleiben. Die
genauen Daten zur Wrackstelle wurde den Deutschen Behörden übermittelt, um auch die Nachfahren der getöteten Marinesoldaten entsprechend zu informieren. Nicht die
Tatsache allein, dass man ein verschollenes U-Boot finden wollte, trieb die insgesamt 8-köpfige Gruppe zu ihren 5 Jahre andauernden Aktivitäten an, die 60 Meter lange
U 12 war das damals fortschrittlichste Schiff der neuen deutschen Kriegswaffe, es konnte von seinem Rumpf aus auf See ein Flugzeug starten lassen. In Dienst
gestellt wurde die U 12 am 13 August 1911, gut 5 Jahre nach der U 1, die im Februar 1919 ausgemustert wurde und nun im Deutschen Museum in München zu besichtigen ist.
Von den insgesamt 361 U-Booten, die bis 1918 in Deutschland gebaut worden waren, scheint die U 1 im Münchner Museum tatsächlich das einzige Relikt diese Epoche zu
sein, das noch in Augenschein genommen werden kann. Ein Großteil der Boote wurde im Krieg versenkt, noch funktionsfähige Schiffe mussten an die Siegermächte übergeben
werden und wurden abgewrackt. „Es hat viel Mühe gemacht und bedurfte umfangreicher Vorbereitungen, doch es hat sich gelohnt“, so Jim Macleod nach dem
Auffinden der U 12. in rund 50 Meter Wassertiefe. Das mit Buddy Inspiration Kreislaufgeräten ausgerüstete Team konnte so eine ausführliche äußerliche Erkundung
durchführen. Das Ende der U 12 im März 1915 beschäftigte trotz des Krieges die Diplomaten. Nachdem das Boot gerammt worden war, tauchte es wieder auf und wurde von
zwei der Zerstörer in die Mitte genommen. Zehn deutsche Marinesoldaten überlebten, 19 kamen im schließlich sinkenden U-Boot, dem keine weitere Hilfe zuteil wurde, ums
Leben. Nach dem Verständnis der britische Marine waren U-Boote und deren Besatzungen der Piraterie gleichgestellt, weil sie auch Handelsschiffe angriffen, was
sie von internationalen Übereinkommen zum Schutz von Kriegsgefangene ausnahm. Die darüber verärgerte deutsche Seite behandelte daraufhin britische Gefangene ebenso
abseits der Abkommen, weshalb die Schweiz hier vermittelnd eingebunden worden war.
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