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Die Wissenschaft sitzt mit im U-Boot. Hintergründe zum Einsatz des S.O.V. 2
Unter Leitung von Dr. Erich Ritter, dem
wissenschaftlichen Leiter von SHARKPROJECT sind folgende Forschungsaktivitäten vorgesehen bzw. wird das U-Boot wie folgt eingesetzt.
1) Reduzierung der
Beobachtungsbeschränkung von Weißen Haien Bis anhin konnten Weiße Haie direkt nur mittels 2 Methoden direkt beobachtet werden: Tau-chen (Käfig) und vom Boot aus
(Beobachten an der Oberfläche). Beide Methoden sind einer-seits zeitlich limitiert, örtlich stark eingeschränkt und benötigen Futter oder “Chum” um die
Tiere anzulocken. Indirekt konnten die Tiere nur mittels Telemetrik untersucht werden, entweder lokal mittels versenkten Empfängern oder über längere Strecken hinweg
mittels Satellitensendern. Alle diese Methoden zeigen erhebliche Limitierungen, und lassen entweder nur gerade eine sehr limitierte, zeitliche und örtliche Beobachtung
zu, oder aber geben lediglich über Schwimmmuster im näheren oder weiteren Umfeld Auskunft ohne dabei wichtige Verhaltens-muster zu tangieren.
2) Verbesserte
Erforschung der Interaktionen zwischen Weißen Haien und ihresgleichen Das tägliche Leben (neben bis anhin möglichen Beobachtungszeiten) ist für alle Haiarten
nahe-zu unbekannt, abgesehen von einigen Arten, die in Aquarien gehalten werden können. Mittels dem U-Boot kann erstmals die Brücke zwischen zeitlicher und örtlicher
Limitierung verringert oder gar über größere Zeitspannen und Flächenbereiche eliminiert werden. Gerade hinsichtlich innerartlicher Interaktionen zwischen Weißen Haien
ist sehr wenig bekannt. Primär hervorzuhe-ben sind dabei Fortpflanzung und Gebären, wie auch innerartliche Kommunikation. Zweckorientierter Einsatz: Verfolgen
schwangerer Weibchen während der Gebärsaison zur Do-kumentierung und Erforschung von Aufsuchen möglicher Gebärplätzen und des eigentlichen Gebärens. Verfolgen
erwachsener Männchen oder Weibchen vor und während der Paarungs-saison zur Erforschung und Dokumentierung von Paarungsverhalten und Kopulation.
3) 2)
Verbesserte Erforschung der Interaktionen zwischen Weißen Haien und anderen Tierarten Über das Jagdverhalten von Weißen Haien ist bruchstückhaft nur bekannt, wie
sie Seehunden nachstellen. Doch dies limitiert sich auf Beobachtungen über Wasser.
Zweckorientierter Einsatz: Aufenthalt zwischen / in der Nähe von
Seehundkolonien um das An-griffsverhalten von Weißen Haien zu untersuchen, aber auch das Abwehrverhalten der See-hunde zu studieren. Des Weiteren sollen auch nicht
erwachsene Weiße Haie beobachtet wer-den, die noch nicht in der Lage sind, Seehunden nachzustellen und entsprechend andere Nah-rungsquellen aufschlüsseln.
4)
Patrouillieren von Surfstränden zum besseren Verständnis der Aktivitäten zwischen Weißen Haien und Surfern Über das Vorhandensein (Auftreten) von Weißen Haien
vielbesuchter Strände ist nichts bekannt und die wenigen Begegnungen zwischen Haien und Surfern geben keinen Anhaltspunkt über die Häufigkeit der Tiere, deren
Schwimmmuster oder auch zeitliches Auftreten. Zweckorientierter Einsatz: Mehrere populäre Strände, wo Weißhai-Unfälle in der Vergangenheit geschehen war, werden
ausgewählt und systematisch bearbeitet, um über Häufigkeit, Aufent-haltsdauer, Tageszeit und Verhalten dieser Tiere an entsprechenden Plätzen mehr zu erfahren.
5) Zielorientiertes Beobachten von Regionen, wo Unfälle geschehen sind Nicht selten wird berichtet, dass Weiße Haie scheinbar nach einem Unfall über längere Zeit in
der selben Region gesichtet werden. Diese Beobachtung sind mit mehreren Fragezeichen be-haftet und bedürfen genauer Untersuchung. Zweckorientierter Einsatz:
Unmittelbar nach Unfällen soll die nähere und weitere Umgebung des Unfallorts untersucht und 1) nach dem Tier Ausschau gehalten werden, und 2) mögliche Gründe für
das plötzliche Auftauchen eines Tieres registriert resp. ungewöhnliche Umstände festgehalten werden. Im schlimmsten Fall kann so auch mitgeholfen werden, nach dem
Unfall-opfer zu suchen und bei der Bergung Hilfe zu leisten.
Ausblick Das U-Boot soll primär 3 Dingen dienen: 1) das Tier besser verstehen zu lernen, 2) ein
Instru-ment zu schaffen, das medienlässig so eingesetzt werden kann, dieses Verständnis fernsehge-recht umzusetzen, und 3) mögliche Unfallursachen zwischen Surfern und
Weißen Haien besser zu untersuchen und mögliche Maßnahmen auszuarbeiten.
Kooperation - Zusammenarbeit mit Dr. Leonard Compagno und seinem Team vom Shark
Research Centre, South African Museum, Kapstadt, Südafrika - Shark Research Institute, Princeton, NJ, USA - Weitere Institutionen / Organisationen wie bspw.
lokale und regionale Lifeguard-Verbände und Rettungsgruppen
www.sharkproject.com
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