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Rüdiger Clausen kann man nicht nachsagen, dass er mit wehenden Fahnen die Idee einer mit LED – ausgestatteten Taucherhandlampe
verfolgt hätte. Als Spezialist für HID- und Halogenleuchten wollte er sich erst ab dem Zeitpunkt mit der Fertigung einer LED – Lampe beschäftigen, zu dem eine
helle und leistungsstarke Diode verfügbar war. Mit der Silverline MX 6 LED hat er ein Highend – Produkt geschaffen, das durchaus eine Alternative zu
Halogenleuchten darstellen kann.
Meist definieren sich LED – Leuchten für den Unterwassereinsatz durch verhältnismäßig geringe Anschaffungskosten.
Dabei wird aber gerne übersehen, dass es nicht nur bei der Qualität und dem Wirkungsgrad der LED`s große Unterschiede gibt. Nun, eine absolute Sparversion, im
Kunststoffmantel und von Batterien gespeist, die auf Dauer als Reservelicht in der Jackettasche schlummert, erfüllt ihr Schattendasein zweifelsohne. Doch es wäre keine
Treble-Light, wenn man die MX 6 LED in der Sparte der Billigprodukte angesiedelt hätte und so umgibt die Leuchtdiode ein Alugehäuse in gewohnter Form und Ausführung,
wird die LED von NiMH Hochleistungsakkus versorgt und schützt eine bewährte Elektronik Akku und Leuchtmittel. So viel Aufwand für eine LED – Leuchte, könnte
man fragen. Doch die MX 6 LED ist keine „Reserveleuchte“, die von einer Linse und einem Spotreflektor gebündelte Lichtmenge der LED kann mit einem 20 W
Halogenbrenner in den Wettstreit treten. Das ist beachtlich. Die Unterschiede zwischen der Treble - Light LED und Halogen als Leuchtmittel sind im Einsatz an zwei
Punkten fest zu machen: Das Licht der LED ist stärker gebündelt und leuchtet nur wenig im Umfeld des Lichtkreises mit aus und die Lichtqualität ist näher am Tageslicht.
Das Interesse der Zielgruppen kann über die Lichtqualität, die enorme Leuchtzeit von 260 Minuten pro Ladung und die hochwertige Fertigungsqualität angesprochen
werden. Tek – und Urlaubstaucher werden gleichermaßen erreicht, ob der langen Leuchtzeit pro Ladung und der unvergleichlich längeren Lebensdauer einer LED
gegenüber klassischen Halogenbrennern. Muss man nach einem harten Stoß oder einem Fall bei einer mit Halogenleuchtmittel ausgerüsteten Lampe darum bangen, dass der
Stiftsockel dabei nicht abgebrochen ist, was den Austausch notwendig macht. Zusätzlich zur Einschaltsperre am Magnet – Drehschalter hat Rüdiger Clausen für
den Flugtransport den Leuchtenkopf so ausgelegt, dass er vom Akkublock abgeschraubt werden kann. Mit getrennten Komponenten im Handgepäck kann auch der kleinlichste
Sicherheitsbeauftragte am Flugplatz keine Einwände gegen die Mitnahme der MX 6 LED geltend machen. Man darf sich nicht täuschen lassen, unterliegt man der Meinung
LED`s würden sich beim Betrieb nur wenig erwärmen. Eine 5 Watt LED, wie sie in der Treble – Light verwendet wird, kann ordentlich heiß werden, weshalb sie auch
nicht in einfachen Leuchtenkonstruktionen aus Kunststoff und ohne entsprechenden Überhitzungsschutz des Akkus verwendet werden kann. Konzept und
Design entsprechen der Silverline – Leuchtenreihe: Silbern eloxiertes, seewasserfestes Alurohr, Bügelhandgriff mit Öffnung zur Anbringung eines Sicherungstools,
doppelte O-Ringdichtung zwischen Lampenrohr und Gewinde der Bodengruppe, Ladeanschluss unterhalb des Leuchtkopfs (also belüftete Ladung). Der Drehschalter rastet in 4
Stufen, natürlich ohne Dimmung (1x an, 3x aus). Das Schnellladegerät kann weltweit verwendet werden und regeneriert die Leuchte in maximal 2 Stunden.
Praxis
Die Baugröße entspricht den kleinsten Modellen des Wettbewerbs und aus eigener Fertigung von Treble - Light. Die MX 6 LED hätte durchaus auch in den
Zubehörtaschen der meisten Jackets Platz. Wie sich beim praktischen Einsatz im winterlichen See zeigt, wäre es aber viel zu schade, die Lampe nur gelegentlich
einzusetzen. Die Leuchte kann als vollwertige Handlampe eingesetzt werden und erfüllt in ihrer Leistungsstufe (vergleichbar 20 Watt Halogen) alle Ansprüche. Aufgrund
der langen Leuchtzeit muss man nicht aktiv den Verbrauch managen wie bei Halogenleuchten, bei denen man die Dimmung zum Energiesparen nutzt. Auch spielt beim Tauchen
in kalten Gewässern die Temperatur keine Rolle, die bei NiMH die Kapazität um etwa 20% herabsetzt, denn es sind mehr als genügend Reserven vorhanden. Das Handling
ist tadellos, die Bedienung des Drehschalters auch mit dicken Handschuhen einwandfrei.
Fazit
In der MX 6 LED steckt mehr als nur eine LED.
Erstaunliche Lichtstärke, lange Brenndauer und die auch für Halogenleuchten typische Elektronik stehen für ein Produkt, das in dieser Art noch einzigartig ist. Tek
– und Sporttaucher zählen zweifellos zur Zielgruppe.
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