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Nun waren wir ja auch wegen der Mantarochen nach Socorro gekommen. Dazu verlegte das Schiff zu einem Unterwasserfelsen vor San Benedikto: dem "Boiler". Wie der Name schon
verrät kann das Wasser hier bei rauer See schon mal etwas kochen. Deshalb wird ein langes Seil vom Boot zum Felsen verlegt, an dem die Taucher sich dann entlang hangeln
können. Auch hier ist wieder Blauwassertauchen angesagt, allerdings immer mit dem Felsen in Sicht- weite, damit man bei der Strömung nicht zu weit abdriftet. Direkt am Felsen ist
das Tauchen wegen der selbst in 10 - 20 Metern Tiefe kräftigen Dünung von 1-2 Metern sowieso nicht anzuraten. Zu leicht könnte man gegen die Felswand geschleudert
werden. Diese kleinen "Unbequemlichkeiten" nimmt man aber gerne in Kauf, wenn dann mehrere riesige Mantarochen von ca. 6 Metern Spannweite majestätisch um einen
herumfliegen.
Oft fliegen sie direkt auf Armeslänge über die Taucher um sich an der Luftblasendusche zu ergötzen. Und hier und da kommt es dann auch vor, dass ein Manta über dem Taucher
"parkt" und sich die sehr raue Haut streicheln lässt. Es sind viele weitgereiste Taucher an Bord, die schon weltweit die Gelegenheit hatten, mit Mantas zu tauchen z.B.
in Yap oder auf den Malediven. Und sie sind sich alle einig: der "Boiler"ist der beste Mantatauchplatz der Welt! Zwischendurch besuchen wir auch die Insel Socorro
selbst sowie die einsam im Meer stehende Felsnadel Cabo San Pearce mit ihren ins Unendliche abfallenden senkrechten Felswänden und tauchen dort. Speziell Cabo San Pearce hat seine
Herausforderungen: wenn man neben der Wand schwebt drückt einen die Dünung fortwährend um etwa 2 Meter her- auf und dann wieder hinunter. An Makrofotografie ist hier absolut nicht
zu denken, aber wir wollen ja auch vorwiegend die größeren Vertreter der Gattung Fisch sehen.
Deshalb kehren wir auch gerne zum "Submarine Canyon" und dem "Boiler" bei San Benedikto
zurück, wo uns die freundlichen Mantas wieder empfangen und wir in dieser Woche die meisten Tauchgänge durchführen werden.
Noch ein Wort zum Thema Sicherheit: fast
nirgendwo habe ich weltweit bessere Sicherheitsvorkehrungen kennen gelernt als an Bord der Solmar V. Neben dem ausgezeichneten Briefing vor jedem Tauchgang gibt es drei sehr
kompetente und immer lustige Diveguides, die einen gerne begleiten, wenn man möchte. Immer ist eines oder beides der Beiboote, Pangas genannt, im Wasser am Tauchplatz, um
abgetriebene Taucher aufzusammeln. Es wird auch darauf geachtet, dass jeder Taucher eine aufblasbare Signalboje bei sich führt.
Und noch ein sehr wichtiger Hinweis: sollten sie einmal auf der Solmar V tauchen wollen, vergessen sie ihr Brevet nicht zu Hause. Ohne diesen Nachweis
darf man nicht ins Wasser, da ist man absolut strikt! Vergessen sollte man auch nicht, einen dickeren Tauchanzug (7mm sind angebracht) sowie etwas wärmere Bekleidung
mitzubringen. Dieser Teil Mexikos hat im Winter nicht gerade tropische Temperaturen.
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