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MB SUB verpasst seinen Kunden eine Zigarre. Im Kölner Lichtmarathon schießt die FAZER aus der Xantener Straße förmlich in die
Spitzengruppe der Tageslichtleuchten und ihre Lichtfinger lassen den, der sie in die Hand nimmt, kaum mehr los. Neben dem markant gefälligen Design gelingt MB SUB
durch das sandgestrahlte Finish das Gefühl einer samtartigen Oberfläche zu vermitteln. Wundern Sie sich also nicht, wenn zukünftig statt dem Kuscheltier die FAZER das
Kopfkissen mit ihrem User teilt.
Nach und nach bauen die Hersteller von UW – Leuchten ihr Angebot auch auf den Bereich Tageslicht aus. Jüngstes
Mitglied im Reigen dieser Anbieter ist MB SUB, seit vielen Jahren bekannt für innovative und leistungsstarke Lichtlösungen mit klarer Zielführung – helles Licht
bei einfachem Handling im robusten Outfit. Während bislang das MB SUB – Design den sachlichen Ansprüchen einer funktionellen Taucherhandlampe vordergründig
zugeordnet war, bricht man nun mit der FAZER diese Tradition. Kaum eine Lampen - Neuerscheinung der letzten Jahre läßt Raum für so viele Emotionen. Die einen sind
spontan von der Formgebung angetan, die anderen müssen sich erst mit dem Design vertraut machen.
Body
Aufwendig aus Alu gearbeitet, matt
sandgestrahlt und eloxiert, so zeigt sich das Äußere der Lampe. Unter dem Druck der Finger scheint das Material nachzugeben, doch der Effekt geht zurück auf die
behandelte Oberfläche. In kühnem Schwung ist der Bügelgriff gezogen, darin zwei Bohrungen für Sicherungstools. Das Firmenlogo ist elegant in den Bügel eingeprägt.
Geschaltet wird die Lampe mit einem einstufigen Drehschalter (Ein / Aus), der leicht angewinkelt der Form des Deckels folgend, eingelassen ist. Sollte die
Notwendigkeit gegeben sein, den Schalter zusätzlich zu sichern, kann in einer vorbereiteten Bohrung eine handelsübliche M4 – Schraube eingedreht werden. Eine rot
blinkende Leuchtdiode in der Bodengruppe (grünes Signal bei ausreichendem Energievorrat) informiert über die Aktivierung des Tiefentladeschutz. Fest eingepresst ist
das Frontglas. Ein sauber geschnittenes Gewinde verbindet leichtgängig Lampenrohr und Bodengruppe, der axiale O-Ring dichtet ohne mechanische Strapazen.
Soul
Die inneren Werte der FAZER sind unauffällig verpackt. Schwer fällt die Wertung, was denn das Herzstück sei. Sind es die NiMH – Zellen mit 2,7
Ah und 12 V Spannung, auf kleinstem Raum zusammengefügt (Energievorrat für 2,5 Stunden!), die winzige, gekühlte Zündelektronik für den neuartigen Brenner oder ist es
der kleine Xenonbrenner mit 10 W Leistungsaufnahme (Helligkeit vergleichbar mit 50 W Halogen)? Die richtige Antwort ist sicherlich: Alle drei Komponenten – ohne
das Publikum befragen zu müssen.
Für den User in erster Linie interessant ist die Ladebuchse in der Bodengruppe sowie der steckbare Brenner, der durch eine
manuell fixierbare Sperre am Sockel in seinem Sitz gehalten wird.
Von außen unbemerkt wird in der Zündelektronik, untergebracht in einer Metallkapsel zwischen
Lampensockel und Akkublock, eine kurzzeitige Startspannung von etwa 7000 V entwickelt, die den Lichtbogen im Xenonbrenner aufbaut. Nach wenigen Sekunden elektrischer
Stimulation glüht das Edelgas mit einem dem Tageslicht ähnlichen Spektrum. Allerdings ist der hochwertige Brenner, der als komplette Einheit mit Reflektorspiegel (12°
Abstrahlwinkel) geliefert wird, gegen harte Stöße empfindlicher als herkömmliche Halogenbirnchen. So liegt es im eigenen Interesse nahe bei zu erwartenden harten
Transportbedingungen (Flugreise) den Brenner zu entnehmen und im speziellen „Transport – Tresor“ von MB SUB (optionales Zubehör) zu verstauen. Da beim
Xenon – Leuchtmittel keine Wendel durchbrennen kann, ist dessen Lebensdauer natürlich wesentlich länger, als beim Halogenbrenner. Der Alterungsprozess hier ist
wesentlich durch die Menge der Zündvorgänge (Einschalten) bestimmt. Häufige Aktivierung reduziert nach und nach die abgegebene Lichtmenge. Im Normalfall ist die
Lebensdauer jedoch mit über 1000 Stunden anzusetzen. Der Hersteller rät, auch mit Blick auf die lange Brenndauer von 2,5 Std. pro Ladung, die Lampe bei bedarf nach dem
ersten Einschalten während des gesamten Tauchgangs aktiviert zu lassen. Insgesamt wird das durch die kurze Ladezeit, die maximal 4 Std. in Anspruch nimmt, positiv
abgerundet. Der moderne, prozessorgesteuerte Timerlader nach Weltnorm mit klappbarem Eurostecker, ist ein echtes Leichtgewicht. Nach Abschluss der Regenerierung
erfolgt die automatische Umschaltung auf Ladeerhaltung. Eine zweifarbige Leuchtdiode gibt Auskunft über Betriebsbereitschaft, Ladung und Erhaltung.
Handling
Traut man sich das edle Stück in die ihm zugedachte Umgebung zu bringen, zeigt man ihm die Schönheiten der Unterwasserlandschaften, revanchiert es sich mit
kraftvoller Entfesselung von Farben und im Schatten liegender Geheimnisse von Spalten und Grotten. Respekt muss man zollen, angesichts der kleinen Dimensionen der
FAZER. Geringer Abtrieb (rund 400 g) macht das Mitführen der Leuchte unauffällig in der Gewichtsbilanz der gesamten Tauchausrüstung. Gut geformt ist der Bügelgriff,
angenehm liegt er in der Hand, das Einhängen in der Gurtung gelingt sicher. Trotzdem sollte man die Möglichkeit wahrnehmen an den vorbereiteten Bohrungen im Bügel
Tools zur Verlustsicherung anzubringen. Das Öffnen der Lampe ist ohne großen Kraftaufwand möglich, die Ladung erfolgt belüftet. Wünschenswert wäre die Arretierung des
Xenonbrenners konstruktiv verlustsicher zu gestalten. Die Vorwarnung zur Aktivierung des Tiefentladeschutz durch die rote Leuchtdiode in der Bodengruppe erfolgt
deutlich.
Fazit
Mit der FAZER gelingt MB SUB ein doppelter Erfolg. Design und Finish sind das neue Synonym für MB SUB. Die technische Ausstattung
und die zur Verfügung stehende Brenndauer sprechen wieder einmal für sich. Klar konzipiert und nicht funktionell überladen, edel aber bezahlbar, das trifft das Wesen
der FAZER. Kurzum, diese Zigarre verbreitet angenehmen „Rauch“.
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