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Etwa 20 Gramm trennen eine hochwertige Taucheruhr von einem ebensolchen Computer mit Uhrfunktion, der alle 4 Tauchgangarten beherrscht.
Wer sich 128 Gramm Nemo Excell ums Handgelenk legt, wird täglich von einem Instrument begleitet, das umfassende Zeitmessung- und Anzeige mit Alarmfunktionen bietet,
verbunden mit einen vollwertigen Tauchgangrechner. UnterWasserWelt nahm den Excel mit auf die Malediven.
Armbandinstrumente, die auch abseits eines
Tauchgangs getragen werden können, interessieren vor allem jene, die sich mit ihrem Sport deutlicher identifizieren, ein wenig den positiven Nimbus des Hobbys oder
auch des Berufs emotional in den Alltag transportieren. Wer sein Equipment traditionell klein halten, ein Backupinstrument einsetzen oder Apnoe- und
Schnorcheltauchgänge dokumentieren möchte, dürfte sich auch für den Nemo Excel interessieren. Mit der Neuauflage seines ersten NEMO, den wir 2004 vorstellten, hat Mares einige optische und auch technische Überarbeitungen vorgenommen.
Das Bedienungsprinzip, das mittels vier griffiger Drucktasten (enter, escape, +, -) das Manövrieren durch die Menüebenen sowie die Einstellung unterschiedlichster
Parameter erlaubt, hat wieder den bereits früher positiv beurteilten, stark intuitiven Charakter. Aufgrund des geradlinigen Konzepts werden Funktionsebenen ohne Umwege
angesteuert. Das soll nicht zum flüchtigen Studium der Anleitung erst kurz vor der Landung am Urlaubsort verleiten, aus unserer Sicht jedoch ein lobenswerter
Sicherheitsaspekt, Fehlbedienungsansätze wie bei komplexen Bedienungsstrukturen anderer Instrumente im Wettbewerb werden konsequent minimiert. Die
Stromaufnahme wurde aktuell um 30% reduziert, einer durchschnittlichen Berechnung zufolge können 170 Abstiege von einer 3 V Lithiumzelle begleitet werden. Der Wechsel
der Batterie wird von Mares – Servicezentren und autorisierten Fachhändlern, durchgeführt. Das garantiert den sicheren weiteren Betrieb des Nemo Excel. Ein
weiteres Sicherheitsplus ist mit dem neuen Display gelungen, dessen Anzeige noch klarer, schärfer generiert wird, dank eines hochauflösenden LC –Panels. Das
kratzfeste Mineralglas am Excel ist flach und etwas tiefer gelegt, reflexionsarm und seitlich durch das Gehäuse zusätzlich geschützt. Mit 170° ist der
Betrachtungswinkel wieder auf Bestleistung getrimmt und praxisgerecht. Die Uhr beherrscht zwei Zeitzonen, kann als Stoppuhr mit Zwischenzeiten genutzt werden,
liefert auf Wunsch ein Stundensignal oder erinnert akustisch an einen Termin. Datum und Temperatur werden optional angezeigt. Vier Tauchmodi decken alle
Anforderungen, die man an einen modernen Rechner stellen kann: Luft, Nitrox, Bottomtimer und Apnoemodus. Selbstverständlich werden Tiefenstopps berücksichtigt und gibt
es den obligaten Sicherheitsstopp auch für nicht Dekopflichtige Tauchgänge angezeigt. Nitrox kann mit Sauerstoffanteilen bis 50%, der Sauerstoff – Partialdruck
zwischen 1,2% und 1,6% frei eingestellt werden. Korrekte Tiefenangaben werden über die Einstellung des Tauchgewässers ermöglicht, Süßwasser oder Meer zu wählen. Als
manuell einstellbare Bergseelevel gelten über 700 Meter drei Stufen, die Berechnungen für Aktivitäten in Gewässern bis 3700 Meter Höhenlage zulassen. Um den Nemo
Excel konservativer berechnen zu lassen, etwa bei zu erwartender erhöhter Anstrengung unter Wasser (Strömung, UW – Arbeiten) oder hinsichtlich der eigenen
Fitness (längere Tauchpause), kann in zwei Stufen ein persönlicher Korrekturfaktur aktiviert werden. Wichtig für den Tauchschulbetrieb, eine Warnfunktion nach einem
zu schnellen Aufstieg, die den Rechner 24 Stunden blockieren würde, kann etwa zur Übung eines Notaufstiegs abgeschaltet werden. Ebenso können mehrere unterschiedliche
Schüler pro Tag den Nemo Excel verwenden, indem der Restsättigungsspeicher vom Tauchlehrer jeweils auf 0 gesetzt wird. Beim Apnoemodus scheiden sich etwas die
Geister, hier werden die Tiefen lediglich in Schritten von 4 Sekunden dokumentiert, so dass sich dieses Instrument in erster Linie für Sportler eignet, die im
gemäßigten Umfeld trainieren oder Apnoeausflüge machen. Alternativ dazu bietet Mares einen identisch aussehenden Spezialrechner den Nemo Apneist zum selben Preis an,
der den Tauchgangverlauf in Schritten von 1 Sekunde dokumentiert. Identisch ist für beide Versionen die Maximaltiefe von 150 Metern. Die grafische Darstellung
der Tiefenprofile ist nur über einen PC möglich, an den die Computerdaten mit dem optional erhältlichen Interface „Iris“.
Praxis
Das
vorgeformte Kunststoff – Armband trägt sich angenehm und lässt sich zuverlässig und schnell verschließen. Die Längenreserve des Bands ist endlich, das heißt, man
muss damit rechnen, dass über die meisten Trockentauchanzüge oder dickem 7 mm Kälteschutz der Nemo Excel nicht getragen werden kann. Eine optionale Armbandverlängerung
kann erworben werden. Die Fläche des Anzeigenfeldes lässt vermuten, dass man in der Lage sein muss, nur mit guten Augen auch kleinste Symbole erkennen zu können.
Hier ist ein Meisterstück gelungen, das ähnliche Anzeigeformate generiert wie bei größeren Computerbrüdern, gute Ablesbarkeit ist gewährleistet. Die Anzeige lässt sich
auch unter stark seitlichem Einblick ablesen. Ohne Zweifel ist das weitgehend intuitive Bedienungskonzept ein positiver Aspekt, mühelos stellt man das Instrument
auf die persönlichen und technisch erforderlichen Belange des Tauchgangs ein, inklusive einer Auswahl an akustischen Signalen, deren Wahrnehmungspotential unter Wasser
akzeptabel ist. Der Wechsel der Datenanzeige oder Zuschaltung der kräftigen Displaybeleuchtung kann an den griffigen Tasten auch mit Handschuhen erfolgreich
durchgeführt werden.
Fazit
Man muss mit dem Nemo Excel keine Kompromisse eingehen bei der Berechnung aller denkbaren Sporttauchgänge rund ums
Jahr. Qualitativ macht das Instrument einen guten Eindruck, dank modernster Berechnungssoftware (RGBM Mares – Wienke) ist man auch zukünftig up to date.
Alltagstauglich auch über Wasser ein charakteristischer Hingucker mit umfangreichen Uhrfunktionen. Und, das ganze Instrument kostet weniger, als manche Taucheruhr mit
integriertem Tiefenmesser, 20 Gramm, die sich lohnen.
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