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Luftintegriert muss nicht teuer sein. Das beweist Mares mit der erweiterten Version des Kassenschlagers PUCK und schickt in die Saison
2009 die luftintegrierte Version PUCK AIR. Nicht nur wer auf den Geldbeutel schauen muss, kann sich für diesen Tauchcomputer begeistern, ist man sich bewusst, welche
Funktionen für den persönlichen Gebrauch wirklich nicht notwendig sind, gibt es kaum einen Grund zur Enthaltsamkeit.
Konzeptionell widmet sich Mares mit dem
PUCK AIR der großen Gemeinde von Sporttauchern mit Gefühl für Preis- und Leistung. Eine Vielzahl von patentierten Produktdetails charakterisiert das Angebotsspektrum,
seit langem führt man auch die Entwicklung von Tauchcomputern in eigener Regie durch. So lag es nahe, aus dem PUCK - Tauchcomputer eine kleine Familie zu machen
und eine luftintegrierte Version hinzuzufügen. Im gleichen Design, mit dem gleichen intuitiven Bedienungskonzept mit nur einer Drucktaste, sind sich die ungleichen
Brüder äußerlich sehr ähnlich.
Mit dem Puck Air hat aus unserer Sicht Mares dem Ende mechanischer Finimeter den Weg bereitet, denn es gibt kaum mehr ein
Argument, auf die Annehmlichkeit der Luftvorratsberechnung, die den gesamten Verlauf des Tauchgangs bis hin zum Abschluss innerhalb der vorgegebenen Reserven, zu
verzichten. Bedenkt man, dass mechanische Finimeter eine Abweichung von bis zu 10% gegenüber dem tatsächlichen Druck in der Flasche haben können, so ist dies ein
weiteres Argument für einen luftintegrierten Tauchcomputer, da hier die Anzeigewerte der Realität wesentlich näher sind. Es steht noch die Rechtfertigung dagegen im
Raum, dass bei Ausfall des Computers während eines Tauchgangs alle Daten, auch die über den Tankinhalt, verloren wären, doch auch im Falle eines Computerausfalls
allein wäre der sofortige Abbruch des Tauchgangs angesagt, in Begleitung des Tauchpartners. Hält man sich an die Regeln, ist man stets auf der sicheren Seite.
Soviel zur Philosophie luftintegrierter Tauchcomputer. Den PUCK AIR haben wir keineswegs in Samt gebettet ins Testgewässer gebracht, kalt, düster, kurz nach der
Eisschmelze, das war die Umgebung, in der sich der Kampfzwerg zurechtfinden musste. Die Einarbeitung in Bedienung und Technik ist parallel zum PUCK, schnell und
unmissverständlich. Ohne die vielen Warnhinweise in der Anleitung, erforderlich, weil besonders in USA unglaubliche Schadenersatzprozesse geführt werden, wenn man als
Hersteller nicht auf alle erdenklichen geistigen Schwachstellen eines Users vorab reagierte, hätte man das Regelwerk in kurzer Zeit zur Kenntnis genommen. Das aus der
Sicht eines erfahrenen Tauchers, hier soll aber für Newcomer keinesfalls der Eindruck erweckt werden, dass man auf die intensive Einarbeitung auf die Bedienung und
Möglichkeiten dieses Computers großzügig verzichten könnte. Nur, es geht beim PUCK AIR eben schneller, als bei anderen Tauchcomputern. Die Bedienung über nur eine
Taste spielt dabei eine führende Rolle. Einfacher geht’s nicht. Wenn eingangs die Frage angerissen wurde, was der PUCK AIR nicht kann, dann gibt es dazu zwei
klare Antworten: Er berechnet keine Apnoe – Tauchgänge und er kann nicht vom Hochdruckschlauch abgekoppelt werden. Die Apnoe – Tauchganganzeige ist
durchaus zu vernachlässigen. Dass der PUCK AIR fest am Hochdruckschlauch angebracht ist bedeutet, dass der gesamte Regler nach dem Tauchgang für den Logbucheintrag
mitgenommen werden muss – auch zum Übertragen der Daten auf den PC oder Laptop über das optionale Interface. Auch vor dem Flugtransport empfiehlt es sich, den
PUCK AIR von der ersten Stufe des Reglers zu entfernen, da der Lungenautomat ja mit dem Tauchgepäck auf den Weg gebracht wird. Natürlich soll dann aber auch der
Hochdruckanschluss am Regler mit der entsprechenden Blinddichtung versehen sein, damit beim Transport keine Verunreinigungen in die erste Stufe eindringen können.
Die vorgenannten Punkte sind aber keine Ausschlusskriterien, ganz im Gegenteil, sie beleuchten, mit welchen technischen Lösungen, neben der großen zu produzierenden
Stückzahl, es Mares gelungen ist, den PUCK AIR so interessant zu kalkulieren. Und um weltweit mit dem PUCK AIR ohne Energieprobleme abzutauchen, die
Lithiumbatterie kann selbst gewechselt werden.
Praxis
Technikredakteurin Ilka Weber sieht sich zum Tec – Tauchen hingezogen, weshalb die
praktische Erprobung des PUCK AIR ohne „wenn“ und „aber“ erfolgt. Tropeneinsatz und „Happy Diving“ haben keine Chance. Die Abstimmung der
voreinstellbaren Parameter, von der Flaschengröße über Nitrox bis zu den Alarmen ist geradlinig über (nur) eine Taste am Tauchcomputer zu erledigen. Wahrscheinlich
seltener dokumentiert die Temperaturanzeige 6°C, denn das sind schon die härteren Bedingungen, unter denen allgemein die Testprodukte der Redaktion Flagge zeigen
müssen. Für „Tec-Taucher“ nicht neu, für Sporttaucher sehr wohl, die an der Konsole des PUCK AIR angebrachten Ösen, um den Computer mit einem Tool nahe im
Gesichtsfeld oder Greifweite zu positionieren. Das punktet im Praxistest eindeutig. Wie klar sind die Anzeigen, ist das Layout der Daten auf dem Computerbildschirm
gelungen, finden sich im Notfall auch andere Taucher auf dem Anzeigenfeld zurecht? Gut ablesbar, intuitiv überschaubar, scharf im Kontrast, so geht das Display aus
dem Testtauchgang, der tief in die Dämmerungszone führte und die Displaybeleuchtung bemühte. Empfindlich zeigte sich der in der Testkonsole integrierte Kompass. Der
Radius der flüssigkeitsgelagerten Anzeige duldet keine größere „Verkantung“, der Einblick muss mit relativ geradlinig ausgerichtetem Kompass erfolgen und
die Nähe von Metallobjekten, wie etwa einem Schweizer Taschenmesser, kann mit bis zu 20 Zentimeter Abstand aus der Nordausrichtung Einfluss nehmen.
Fazit
Günstiger kann man sich zurzeit nicht mit einem hochwertigen Tauchcomputer ausstatten, der die Luftverbrauchsdaten mit Pressluft oder Nitrox in die
Berechnung einbezieht. Die gelungene Konsole mit Befestigungsösen gefällt. Wer die Konsole mit integriertem Kompass wählt, sollte auf die Empfindlichkeiten des
Navigationsinstruments achten.
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