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Selten hat sich ein Atemregler so strenger Beurteilung stellen müssen, wie der PROTON ICE von MARES, der mit dem Slogan „Simply the
Best“ angetreten ist das Feld der Mitbewerber auf die Plätze zu verweisen. Im Design auffallend und beim Einsatz von besonderer Leichtigkeit gekennzeichnet lässt
der PROTON ICE subjektiv tatsächlich spüren, was objektive Daten ausdrücken. Zweifelsohne ist dieser Atemregler ein ganz besonderes Produkt, das aber nicht jeden
erreichen kann, der sich dafür interessiert, denn Hightech hat ihren Preis.
Manchmal ist man geneigt zu sagen, dass Innovationen im Tauchsport kaum mehr
möglich sind. Atemregler, als das A und O des Aufenthalts unter Wasser, haben in den Jahrzehnten ihrer Entwicklung ein so hohes technisches Level erreicht, dass
wirklich knackige Erneuerungen als eher unwahrscheinlich gehandelt wurden. Trotzdem ist es MARES gelungen mit dem PROTON ICE einen Lungenautomaten zu entwickeln, der
zurecht die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Schön, dass im Reigen der tristen schwarzen Tauchausrüstungsoutfit der letzten Jahre nun ausgerechnet ein
Schlüsselprodukt, ein Atemregler, Farbe ins Equipment bringt. Hellblau, in einer Farbe des Wassers – und wenn man so will auch der Eisberge – leuchtet der
PROTON ICE erfrischend und macht neugierig. Wenn man gewohnt ist, dass Luxuslimousinen dunkel lackiert sind, erwartet man bei dem sympathischen Frischling aus Rapallo
eher einen Vertreter der Lowprice – Automaten oder etwas aus dem Designbereich Kindertauchen. Aber weit gefehlt. Die am Markt einzigartige Farbgebung hat den
PROTON ICE sofort unverwechselbar gemacht.
Falsch wäre es anzunehmen, dass der PROTON ICE seine Stärken nur beim Einsatz bei Kaltwassertauchgängen zeigen
würde. Nein, diese Disziplin bewältigt er elegant wie alle MARES – Atemregler, die ohne weitere technische Vorkehrungen kaltwassertauglich sind. Was ihn
besonders charakterisiert ist die Bauweise der zweiten Stufe aus Metall, die nicht nur besonders klein ist, sie ist in dieser Art aktuell auch die leichteste auf dem
Markt und Kaltwassereinsätze sind ihr geradezu auf den Leib geschrieben. Dazu kommt das neue breitflächige Design des Blasenabweisers, der die Perlen der Ausatemluft
wirklich vom Gesichtsfeld des Tauchers ableitet. Natürlich ist auch das Mundstück orthodont geformt und lässt so den Regler auch über lange Tauchzeiten ermüdungsfrei
beatmen. Die großflächige Luftdusche erleichtert die Bedienung mit dicken Handschuhen, deren Gitterprofil verhindert beim Druck größerer Strömung das Abblasen der
zweiten Stufe. Mit dem PROTON ICE hat sich MARES im eigenen Haus also eine Konkurrenz geschaffen, die auf den bekannten ABYSS zielt und dabei die strengen
Anforderungen der US Navy bezüglich Atemcharakteristik und Vereisungsschutz unterschreitet. Die erste Stufe V 32 des PROTON ICE ist auch schon länger bekannt und
wohl kaum zu verbessern. Es galt also in erster Linie die Qualität der 2. Stufe hinsichtlich der Größe, des Gewichts und eben auch des Materials (Metall) noch weiter
zu optimieren.
Einsatz
Offen gestanden, im Roten Meer erregten wir mit einem Atemregler, der als PROTON ICE angeboten wird, einige
Aufmerksamkeit. Die Hintergedanken der uns taxierenden Taucher wollen wir auch gar nicht kommentieren. Am Mittelmeer und an den Bergseen hingegen gab es schon die
neidvollen Blicke, die nicht übersehen werden konnten, dazu auch ein paar sachliche Gespräche von Tauchern, die sich schon Informationen über den PROTON ICE besorgt
hatten. Subjektiv ist der Atemkomfort ausgezeichnet, bis 40 Meter, soweit setzten wir ihn ein, atmet man leicht und mühelos. Die Führung zum Mund ist ausgezeichnet,
das Layout des Mundstücks lässt ermüdungsfreie Tauchgänge über einen längeren Zeitraum zu. Einzig die O-Ring – Nut am DIN - Ventilgewinde der ersten Stufe
könnte tiefer gestochen sein, das Handicap von an dieser Stelle verlustig gegangener O-Ringe kennen wir schon länger.
Fazit
Wer sich das Besondere
gönnen möchte, einen Atemregler, der neben ausgezeichneter Funktion auch ein unübersehbares äußeres Profil aufweist, der wird beim PROTON ICE von MARES fündig. Man
muss nicht die extremen Tauchziele vor Augen haben um mit diesem Automaten bedient zu werden, aber er hat die Reserven für ungewöhnliche Anforderungen.
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