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Auslösung die Ablaufgenauigkeit und den elektromechanischen Status kontrolliert. Eventuelle Abweichungen werden in Sekundenbruchteilen automatisch korrigiert. Und das bei acht
Bildern pro Sekunde. Keine andere Kamera bietet derartiges. Vier kernlose, federnd gelagerte Hochgeschwindigkeitsmotoren für Verschlussspannen, Fokussieren, Filmtransport und
Rückspulung versuchen sich im Gehäuse gegenseitig an Schnelligkeit selbst zu übertreffen. Ein Flaggschiff setzt Flagge. Konstruktionschef Tetsuro Goto, der schon die F4 entwarf
und das Hirn der F5 genannt wird, spricht deshalb nicht ohne Stolz von der leistungsfähigsten SLR der Welt, deren technische Überlegenheit in jeder Beziehung Maßstäbe setzen wird.
Rekordverdächtiges auch bei der Belichtung. Der F5 - Algorithmus schöpft seine Potenz aus 30.000 gespeicherten Aufnahmeszenen. Im Modus "Matrix" und aufgesetztem
Pentaprisma wird zusätzlich die Farbtemperatur durch einen RGB - Sensor für die Farben Rot, Grün und Blau aus einem Feld von 1005 Pixel ermittelt und mit der Datenbank verglichen.
Allerdings funktioniert diese Weltbestmarke nicht mit dem Sportsucher. Montiert man diesen, wird aus dem Pixelfeld eine bescheidene 5 – Zonen - Matrixmessung. Sogar Nikons
Einsteigerkamera F-50 besitzt dann eine Zone mehr, nämlich sechs. Schon sind die UW - Fotografen wieder mal die Dummen.
Einsam auf weiter Flur befindet sich auch der
Autofokus. Fünf Autofokusfelder, drei als Kreuzsensoren und zwei linienförmig, decken einen geradezu gigantischen AF - Bereich ab. Die Einstellgeschwindigkeit schlägt alles, was
es auf diesem Gebiet zurzeit gibt. Allerdings kann der F5 - Autofokus seine irrwitzige Schnelligkeit nur ausspielen, wenn sogenannte "Silent – Wave - Objektive" im
Spiel sind. Mit dem 105 – mm – Micro - Nikkor lässt die Einstellgeschwindigkeit deshalb immer noch zu wünschen übrig, kann aber nicht mehr mit dem Greisen-AF in der F4
verglichen werden. Bei Bedarf lassen sich die AF - Felder einzeln zuschalten. Bis Lichtstärke 1:5,6 arbeitet die automatische Scharfeinstellung ohne Einschränkung. Setzt sich das
Motiv in Bewegung, schaltet das dynamische AF - System auf Schärfeverfolgung und Prädiktion. Sechs Mikroprozessoren garantieren, dass die Schärfenachführung selbst bei acht
Bildern pro Sekunde gewährleistet ist. Ob man es braucht oder nicht.
Die 160 Seiten starke Bedienungsanleitung gleicht einem Dschungel, durch dessen Dickicht der
Gelegenheitsfotograf kaum eine Schneise schlagen kann. Schwer vorstellbar, dass deshalb aber nur Profis dem Charm dieser Maschinenintelligenz verfallen werden. Die Form der F5
wurde wie zuvor schon die der F3 und F4 vom italienischen Top-Designer Giorgetto Giugiaro, entworfen. Hinsichtlich der weltweiten Verkaufzahlen ist Nikon seit Jahren optimistisch.
Mehr als 5000 F5-Gehäuse verlassen jeden Monat die Fließbänder in Tokio. Nicht mal die Semiprofi - Kamera F100 hat daran etwas ändern können. Obwohl sie bis auf den Wechselsucher
und die Color – Matrix - Messung identisch und über DM 2000 (Euro 1022,58) billiger ist. Womit mal wieder bewiesen wäre, dass Geld nur eine Rolle spielt, wenn man es nicht
hat.
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