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“Sagt man Flossen – meint man Mares”, so könnte man auch nach Auswertung der jüngsten großen Leserumfrage sagen. Ohne Zweifel hat dieses
Unternehmen schon frühzeitig damit begonnen den Wirkungsgrad ihrer Produkte wissenschaftlich unterstützt der Natur abzusehen und für die Bedürfnisse von Tauchern zu
optimieren. Das jüngste Highlight für einen kleinen Kreis von Glücklichen, die sich eine „Limited Edition“ Flosse sichern konnten, ist nun in einer „Consumer
– Version“ in den Markt gekommen und begeistert als Mares Quattro Excel die Testtaucher von UnterWasserWelt.
Nach gut 10 Jahren Erfolgsstory der
Quattro Flosse wurde diese – geprüft weitest verbreitete Flosse in deutschen Tauchtaschen – einem technischen Lifting unterworfen, das ihr Erscheinungsbild
nicht gerade prägnant verändert, sehr wohl aber ihren Output in Form von weiter verbesserter Kraftumsetzung. Die ersten Kunden, die mit der Weiterentwicklung der
Quattro in Berührung kamen, waren weltweit diejenigen, die eines der 4000 Paar Limited Edition Flossen ergattert hatten. Nach wie vor ist diese Flossenkreation
einmalig in zweierlei Weise, durch die edle Farbgebung in dunklen Blau- und Grautönen und durch die mittige Metalleinlage zwischen den Strömungskanälen. Die Quattro
Excel für den anspruchsvollen „Normalkunden“ bietet dennoch den höchsten Stand an innovativen Features, die sie zum herausragenden Antrieb aus dem Hause Mares
macht. Stellt man die klassische Quattro, wie sie mit leichten Adaptionen auch heute angeboten wird, neben die Quattro Excel, so sind deren Maße völlig identisch.
Aber man erkennt nun die wichtigsten Änderungen, die sich in den flexiblen Kanälen zeigen. Bei der Ur – Quattro sind die beiden mittleren Kanäle wesentlich
schmäler und enden auf halber Länge des Blattes. Bei der Quattro Excel haben die mittigen Kanäle eine deutliche Vergrößerung in ihrer Breite und Länge erfahren. Die
Channel Trust Technik verhindert, das verdrängtes Wasser seitlich vom Flossenblatt wegströmt, was den Wirkungsgrad der Flosse, also ihren Vortrieb, mindern würde. Im
Vergleich zu Flossen mit einem glatten Blatt ergibt sich bei gleichem Kraftaufwand ein wesentlich stärkerer Schub. Mit den neu gestalteten Kanälen zeigt die Quattro
Excel demnach eine weiter optimierte Führung des verdrängten Wassers, was sich bei Tauchgängen gegen Strömung aber auch bei normaler Fortbewegung kraft- und
luftsparend auswirkt. Vergleicht man die klassische mit der Quattro Excel in der seitliche Linienführung, so erkennt man jetzt beim Übergang vom Fußteil zum ersten
Drittel des Flossenblatts eine deutlich stärkere Seitenführung die zudem bis zur Spitze des Blatts mit wesentlich kräftigeren Kautschukkanten stabilisiert ist. Auch
hier wird wieder der seitlichen Verdrängung des Wasser weiter entgegengewirkt, zudem erhält das Flossenblatt noch mehr Flexibilität durch die Gummikanten, was ein
weites Ausschwingen des Blatts möglich macht. Mares nennt dieses patentierte Feature O.P.B., zu Deutsch „Optimized Pivoting Blade“. Auch die Hochleistungsflosse
VOLO stand bei Betrachtung der Seitenlinie Pate, also bilden doch zwei wichtige Produkte aus dem Hause Mares den Grundstock für die neue Quattro Excel. Die
verstärkten Seitenkanten speichern zudem die Energie des aufwärtsgerichteten Flossenschlags und geben diese im Abwärtsschlag wieder ab, somit wird aus dem stets
subjektiven Kraftempfinden bei der Abwärtsbewegung eine tatsächliche Kraftentfaltung zugunsten weiter optimierter Kraftumsetzung. Mit dieser Weiterentwicklung
gleicht man zugleich die mangelhafte Anpassung des Fußes an eine optimale Fortbewegung unter Wasser aus, denn es genügt nicht, wie man schon lange weiß, nur die
einfache Verlängerung der Sohle um den Menschen zum Fisch zu machen. Man müsste die Flosse in einem Winkel von etwa 21° am Fuß befestigen, um auch so Kraftverluste zu
vermeiden. Da dies aber patentrechtlich schon von anderen Herstellern besetzt ist, musste man in Rapallo neue Wege suchen und man hat sie gefunden. Dass man
beim Design der Fußteilunterseite ein rutschverminderndes Profil eingesetzt hat und drei parallele Stege im Fußteil den Füßling in gerader Richtung stabilisieren und
zugleich das Ausziehen erleichtern, könnte man fast übersehen, betrachtet man die Details des neuen Mares Quattro Triebswerks. Die Schnallen des Fersenbands sind
drehbar und beidseitig auch mit einem arretierbaren Mechanismus so weit zu öffnen, dass das Band bequem vom Fuß gezogen werden kann
Praxis
Das Anziehen der Flosse geht dank des Designs im Fußteil rasch, das Fersenband ist mit zwei Handgriffen auf die richtige Länge angezogen (nur beim
ersten Einsatz ist die Anpassung notwendig). Bei den Testtauchgängen im Roten Meer und im heimischen Bergsee fällt zum einen der kraftvolle Vortrieb ohne
Anstrengung auf, zum anderen kann auf engstem Raum sehr fein manövriert werden. Das bestätigen alle Testtaucher, darunter langjährig erfahrene Tauchlehrer wie auch Tec
– Taucher. Man spürt mit der Quattro Excel wieder eine Antwort auf den Beinschlag im positiven Sinn, man Erzeugt Druck und somit Vortrieb ohne angestrengt zu
sein. Das Flossenblatt unterstützt auch eine stabile Haltung des Fuß und ist für alle Arten des Beinschlags bestens geeignet. Das Ablegen der Flosse geht rasch,
hat man den Verschlussmechanismus des Fersenbands erst einmal überwunden. Besonders Damen mit etwas längeren Fingernägeln könnten hier im Nachteil sein.
Fazit
Die Mares Quattro Excel ist eine geniale Weiterentwicklung der „Ur – Quattro“, stiehlt aber auch einer
Flosse wie der bekannten VOLO aus der gleichen Familie die Show. Im gehobenen Preissegment angesiedelt wird sie wohl nicht gleich in jeder Tauchertasche landen, aber
– das haben wir auch schon irgendwo mal gehört... „irgendwann kriegen wir euch alle“...
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