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Eine neue Erkenntnis? Natürlich nicht, das weiß ein Jeder. Dennoch ist die Überraschung groß, wenn sich eines der vielen Geheimnisse preisgibt.
Viele Taucher haben in den letzten Jahren beobachtet, dass sich die Riffe verändern. Dies geschieht nicht nur durch Wettereinflüsse und
schlecht tarierte Taucher, sondern auch durch die Vermehrung einzelner Tierarten. Hier am Beispiel eines der weniger geliebten Riffbewohner, der Dornenkrone.
Genüsslich frisst sie sich durch die gesunden Riffe und hinterlässt eine Spur toter Korallensklette. Bei einer ausgewogenen Zahl von Dornenkronen wäre das ein zu
verkraftender Akt, der zum Leben dazu gehört. Aber längst ist hier eine Ungleichheit entstanden, nicht zuletzt auch wegen der unerbittlichen Jagd auf ihren Fressfeind,
dem Tritonshorn. So manche Taucher wünschen sich mehr Fressfeinde dieser Spezies an die Riffe der Meere, wohl wissend, dass das fast ausgestorbene Tritonshorn - eine
schöne und daher begehrenswerte Schnecke - in vielen Meeren gar nicht zu Hause ist und Drücker- und Krötenfische sich nur gelegentlich über Dornenkronen her machen. Da
greift schon mancher zur Selbstjustiz und versucht eine Reduzierung der stachlig - giftigen Seesterne. Abgesehen von der Fragwürdigkeit dieser Methode ist es nicht
auszuschließen, dass diese Art der „Unterstützung“, nach hinten los gehen kann. Neue Erkenntnisse zeigen, dass z. B. bei Tötungen von Quallen in der Todesminute
eine hohe Anzahl von Larven freigesetzt werden. Es ist nicht in Gänze erforscht, wie sich die Dornenkrone verhält. Wer hätte da gedacht, dass es scheinst doch
weitere Helfershelfer in den Riffen gibt. Bei meinem letzten Tauchurlaub auf den Philippinen machte ich auf Panglao beim Austauchen auf dem Riffdach des Hausriffs
von Bohol Sea Resort eine außergewöhnliche Entdeckung. „Das gibt es nicht“, war der 1. und „das glaubt Dir keiner“, der 2. Gedanke! Wie aber soll die
Beweisführung sein, denn wie fast immer in solchen Situationen ist der Fotoapparat nicht dabei? So ist es doch immer gut, dass die jungen Taucherkollegen mit beinah
allen Schikanen ausgerüstet sind und der Bitte nach einem Foto gerne, wenn auch mit deutlich fragendem Blick, nachkommen. Und Matthias Kress gelang dieses Beweisfoto.
Eine Seeanemone verspeist „genüsslich“ eine Dornenkrone! Ja, die Natur birgt viele Geheimnisse.
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