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Die alljährliche Fachhändlermesse der DEMA - „Diving Equipment & Marketing Association“, der führende Verband der Hersteller
und Großhändler im amerikanischen Tauchportgeschäft – hatte vom 8. – 10. Oktober 2003 seine Zelte in Miami Beach, Florida, aufgeschlagen.
Als
reine Fachmesse angelegt, Zutritt haben nur Hersteller, Händler, Einkäufer und Tauchlehrer, ist die DEMA Show DER Platz um sich über Trends und Neuentwicklungen zu
informieren. Dies betrifft sowohl das gesamte Spektrum im Bereich Ausrüstung, als auch Reiseziele. Um so erstaunlicher ist, dass noch immer nur eine Handvoll
Interessenten aus dem deutschsprachigen Raum den Weg zur DEMA findet. Einige wenige Aussteller und nur wenig mehr Fachhändler aus Deutschland, Österreich und der
Schweiz konnten in Miami ausgemacht werden. Die „üblichen Vertreter“, so Bauer Kompressoren, Seacam, Subal, der Olympia Verlag und die „Pindito“, waren als
deutschsprachige Anbieter mit einem Stand vor Ort, eingebettet in einen Kreis von 730 ausstellenden Firmen und Organisationen (9% Zuwachs seit dem Jahr 2000).
Allerdings war der Besucherstrom generell merklich dünner als in den Vorjahren. Ob es am Messeplatz lag? Die vorangegangenen Shows fanden in Las Vegas und New
Orleans statt, beides Ziele, die sowohl deutlich preiswerter sind als Miami und auch als touristische Ziele für jeden Amerikaner wesentliche Bedeutung haben.
Eines war klar fest zu stellen: Der amerikanische Taucher reist nicht mehr so wie in früheren Jahren! Überseeische Destinationen, insbesondere in Europe und Asien
werden schlicht ignoriert. Eric Hanauer, ein freier Tauchsportjournalist beklagte, dass die Redaktionen nur noch Artikel über Ziele in der Karibik und heimische,
amerikanische Ziele, ankaufen! Ein trauriger Erfolg, den sich der internationale Terrorismus an die Fahnen heften darf. Dank der permanenten Bedrohung amerikanischer
Einrichtungen und Touristen durch diese verbohrten religiösen Fanatiker bleiben „Uncle and Auntie Sam“ zuhause. Das mag zwar die genau falsche Reaktion auf den
Terror sein, sie ist aber zweifellos verständlich. Wer möchte schon die ‚schönsten Wochen des Jahres’ in der permanenten Furcht vor etwaigen Anschlägen
verbringen. Folgerichtig waren auch die größten Stände die der (relativ) „sichern“ Ziele, Bonair, Cayman, Florida Keys oder Virgin Islands. Dort wurde denn auch
mit großem Tamtam um jeden potentiellen Kunden geworben. Unter all den riesigen Gemeinschaftsständen diverser Reiseziele gingen die Stände der Equipmenthersteller
fast unter.
Wenig bis nichts Neues gab es im Sektor Ausrüstungen zu sehen. Da ein Schräubchen und dort ein D-Ring mehr kann nicht wirklich als echte Neuerung
betrachtet werden. Klar, dass alle Hersteller von UW-Foto-Gehäusen mit Modellen für die neuesten digitalen Fotoapparate aufwarteten. Ganz deutlich ist
feststellbar: Im US-Markt ist Film als Aufnahmemedium praktisch tot. Nachfrage besteht praktisch ausschließlich nach Gehäusen für digitale Kameras. Im Videobereich
fällt auf, dass Light & Motion sich in Richtung preiswerter ‚Universal’ Gehäuse bewegt. Das neue Stingray II Sport ist für praktisch alle neuen, kompakten,
Camcorder von Sony verwendbar.
Wirklich neu war eigentlich nur das Produkt eines kleinen Ausstellers – eine Kunststoff-Flosse, so gestaltet, dass sie
einfach an der Strandsandale befestigt wird. Der Hersteller allerdings war so von seiner Produktidee begeistert, dass er offenbar panische Sorge vor Nachahmern hatte -
er verweigerte das Produkt für UnterWasserWelt zu fotografieren.....
Ob die nächste DEMA, vom 13. – 16. Oktober 2004, mehr Besucher haben wird, kann
bezweifelt werden, findet sie doch in Houston, Texas statt.
www.demashow.com
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