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Wer schon etwas länger taucht glaubt an ein „deja vue“, hört er von einem Tauchcomputer mit Namen „Edy“. Und tatsächlich, vor
gut 12 Jahren gab es schon einmal von einem bekannten US-Label einen „Edy“ als Konsolenmodell. Doch es ist keine Wiedergeburt, sondern der „Edy“ von Cressi
ist ein nagelneuer, alltagstauglicher Armbandcomputer und kann zudem sogar noch ein wenig mehr als sein größerer Bruder Archimede 2.
Zurzeit ist es schick
Tauchcomputer für den täglichen Gebrauch mit vollwertiger Zeitanzeige und im gefälligen Uhrendesign anzubieten. Der Markt der üblichen Tauchgangrechner ist von
technisch ausgereiften Modellen gut bestückt, nun versucht man allgemein das Statussymbol Taucheruhr durch Tauchcomputer im Uhrformat zu ersetzen. Die
Preisunterschiede der aktuell angebotenen Modelle sind jedoch recht groß, was man allgemein und zwangsläufig von den Anzeigen in den Displays nicht sagen kann. Mit dem
Edy hat Cressi schon einige Monate vor dem für Herbst 2006 angekündigten Lieferstart eine preislich interessante Variante eines Tauchcomputers im Stil einer digitalen
Armbanduhr in den Handel gebracht, der funktionell keine Wünsche offen lässt.
Mit 51 mm etwa 10 mm größer als bei einer hochwertige Taucheruhr mit
Zeiteinstellring ist der Durchmesser des Edy. Ein wenig flacher, 12mm, ist das Gehäuse und mit 75 g sogar 15 g leichter wie unser Referenz – Uhremnmodell, die
Arktis von SINN. Die Verwendung von Kunststoff (Technopolymeren – Gehäuse und Armband) in Verbindung mit Metall (Gehäuseboden) macht das geringe Gewicht möglich.
Im Design ist der Edy unaufdringlich gestaltet, die Kombination aus Schwarz und Silber spricht Damen und Herren gleichermaßen an. Als Zielgruppe kann wirklich
jeder Taucher erreicht werden, vom Apnoesportler, Sporttaucher mit Pressluft oder Nitrox und Tektaucher, die ihn als Zeit und Tiefenmesser bis 199,9 Meter einsetzen
können. Gerade für die große Menge der Urlaubstaucher, die mittlerweile am Zielort mit Nitrox 32 in die Tiefe gehen, ist die mit Tastendruck direkt erreichbare
Funktion EAN 32 oder AIR ideal. Einen dicken Pluspunkt bekommt Cressi für das Bedienkonzept und die Anleitung. Aktuell gibt es bei vielen elektronischen
Produkten nur noch Kurzanleitungen, die ergänzend in einer PDF-Datei auf mitgelieferter CD das komplette Handling darstellen. Da ist Cressi wesentlich näher am Kunden
und liefert eine sechssprachige Anleitung im DIN A 6 – Format mit, 48 Seiten davon sind der deutschen Übersetzung reserviert. Und diese Anleitung benötigen etwas
versierte Anwender von Tauchcomputern erst, wenn man die in eigener Regie am Edy durchprobierten Menuepunkte hinsichtlich dessen überprüfen möchte, was man intuitiv
schon erkannt hat und um den Leistungsumfang des Geräts kennen zu lernen. Mit einem Wort also, die Benutzerführung ist wirklich gelungen und man erreicht geradlinig
alle Funktionsebenen. Es spielt auch nahezu keine Rolle, dass die Benennung von Funktionsebenen mit englischen Abkürzungen gekennzeichnet ist, diese Kürzel haben sich
längst auch im deutschen „Tauchsprachschatz“ eingebürgert. Für den täglichen Einsatz ist natürlich die Zeit-und Datumseingabe die erste Pflichtaufgabe
für den User, dies hat natürlich auch Relevanz für die Logbuchdaten. Eine zweite Zeitzone kann man am Urlaubsort nach Belieben festlegen. Termine und Weckzeiten können
per akustischen Alarm angezeigt werden. Neu ist der Safety Factor, dieser kann nun auf 0, 1 oder 2 eingestellt werden. Weitere aktive Einstellungen erfordern nur
die Nitroxparameter und die Wahl des Betriebsmodus (Apnoe, Sportauchen, Tek). Der Computer schaltet bei Wasserkontakt automatisch in den Tauchmodus, alle 10 Minuten
wird über Wasser der Luftdruck abgefragt und entsprechend der Höhenmodus für Bergseetauchgänge ermittelt. Die Tauchtiefe wird exklusiv für den Einsatz in Salzwasser
berechnet, so dass sich beim Einsatz im Süßwasser eine Tiefenabweichung von 3% ergibt, der Edy zeigt in dieser Größenordnung eine geringere als die tatsächliche
Tauchtiefe an (z.B. 9,7 m anstatt 10 m). Mit dieser Abweichung kann man leben, man muss nur darum wissen, vergleicht man den Edy mit einem zweiten Instrument und
entdeckt man dabei diese Abweichung. Die grafische Gestaltung der Anzeigen lässt gerade durch Balkendiagramme mit einem Blick erkennen, wie weit die Sättigung von
Stickstoff und Sauerstoff fortgeschritten ist und ob man sich bei der Aufstiegsgeschwindigkeit im sicheren Bereich bewegt. Im Logbuch werden 30 Tauchstunden oder
die letzten 60 Tauchgänge gespeichert. Man kann sich den Tauchgang in den ermittelten Gesamtwerten anzeigen lassen oder den Verlauf in minütlichen Intervallen. Mittels
optionalem Interface können die Daten auf einen PC übertragen werden. Nur über den Anschluss am externen Rechner können sämtliche Daten im Edy auf Null gesetzt werden,
auch gerade laufende Oberflächenpause – Berechnungen. Dann kann der Tauchcomputer im Schul– und Basisbetrieb unterschiedlichen Usern für einen Tauchgang
zur Verfügung gestellt werden. Die Batterie kann nur im Fachhandel gewechselt werden, bei 50 Tauchgängen pro Jahr geht man von einer 2-jährigen Lebensdauer
aus.
Praxis
Nicht nur für den Tropeneinsatz hat Cressi den Edy konzipiert, die mitgelieferte Armbandverlängerung macht ihn auch bei
Verwendung eines Trockentauchanzugs zum vollwertigen Instrument. Mit dicken Handschuhen tut man sich allerdings etwas schwer die Taste für die Beleuchtung oder die
Moduswahl zu drücken. Die wichtigsten Daten werden in einer Anzeigegröße dargestellt, die ähnlich zu vielen Tauchcomputern ist. Andere Werte sind in Abhängigkeit
von der zu klassischen Tauchcomputern deutlich kleineren Displayfläche lesebrillenpflichtig. Deutlich stellen sich die Balkendiagramme dar und informieren auf einen
Blick über die Sättigungssituation und die Aufstiegsgeschwindigkeit. Gesetzte Alarme sind deutlich hörbar.
Fazit
Mit dem Edy hat nun auch Cressi
einen Arnbandcomputer für den täglichen Gebrauch ins Programm gebracht. Funktion und Rechenmodell entsprechen dem großen Bruder Archimede. Als vollwertiges Instrument
spricht er alle Taucher an, die ein Minimum an Equipmentvolumen bei maximaler Leistung und bestem Preis/Leistungsverhältnis suchen.
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