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Echte Taucher sind harte Männer und die verlangen nach knochenharten Flossen. Das war über lange Jahre die unumstößliche Ansicht vieler Unterwassersportler. Nur wenn man den
Druck, die Kraft spürte, die die Geräteflosse zur Fortbewegung erforderte, hatte man subjektiv ein gutes Gefühl. Der Natur nachempfundenes Design mit weichem Flossenblatt ist
mittlerweile Trumpf und umfangreiche Tests sowie wissenschaftliche Untersuchungen beweisen die Spitzenleistung dieser Technologie. Nicht hohe Geschwindigkeiten zu erzielen steht
dabei im Mittelpunkt sondern die bestmögliche Umsetzung bereits geringen körperlichen Einsatzes in Vortrieb oder Richtungsänderung. Der Trick mit dem Spalt macht die Atomic
Aquatics Split Fin zur ganz besonderen Flosse mit allgemein besten Bewertungen. Beim Umstieg von einer langjährig gewohnten Flosse auf die Split Fin bedarf es allerdings einiger
Tauchgänge zur Eingewöhnung während Beginner kaum besser bedient werden können.
Lappig weich, bretthart, mit Jetöffnungen, Strömungskanälen oder in Form eines Entenfuß,
in über 50 Jahren ist wohl kaum eine Variation ausgelassen worden, in der Taucherflossen produziert wurden. Während erst in den letzten Jahren mehr und mehr Erkenntnisse aus
der Naturbeobachtung zur Entwicklung neuer Modelle hinzugezogen wurden, die zudem durch aufwändige Testanlagen bewiesen und verfeinert wurden, entschied man jahrzehntelang eher
nach dem Gefühl, welche Form oder welches Material wohl bessere Ergebnisse bringen würde. Neue Materialien und das technische Knowhow diese Werkstoffe miteinander zu verbinden
oder dauerhaft hochflexibel zu halten schufen die weiteren Grundlagen Flossen zu entwickeln, die wirklich höchsten Komfort bieten.
Doch wie kann man Komfort bei Flossen
beschreiben, was ist dafür notwendig? Eine Flosse sollte bereits auf geringen Druck reagieren, richtungsstabil vortreiben, höchste Effizienz auch bei untrainierten Tauchern
entwickeln, angenehm am Fuß geführt werden und als Summe dieser Faktoren den Luftverbrauch senken. Das größte Kunststück besteht darin, alle auf die Flosse aktiv übertragenen
Kräfte positiv zu nutzen um möglichst wenig Energie zu verschwenden. Alles von der Flosse verdrängte Wasser soll wirksam werden. Dazu muss die Flosse klassischer Art, mit langem
Blatt, hochflexibel ausgelegt sein, damit jede vom Bein ausgehende Bewegung, in möglichst allen Achsen, Vortrieb, Richtungs- oder Geschwindigkeitsveränderung bewirken kann. Mit
Hilfe moderner Kunststoffe ist es sogar möglich durch die Teilung des Flossenblatts in zwei extrem biegsame Hälften die Energieverluste noch weiter zu minimieren und sich dem
durch die Natur vorgegebenen Optimum weiter anzunähern. Stabilisierungselemente in den Flügeln halten deren Form während es Flossenschlags.
Die Flügelform der Aquatics
Split Fin von Atomic ist hier also dem Ideal schon recht nahe. Doch nicht allein die kraftschonenden Aspekte charakterisieren eine Geräteflosse, auch die Frage nach dem
Tragekomfort, die Auslegung des Fußteils und des Flossenbandes ist wichtig. Die Aquatics Split Fin wird in vier Größen geliefert. Das Fußteil ist im Bereich der Zehen offen, so
kann sich die Flosse nicht am Füßling festsaugen. Unter dem Fußteil sitzt die sog. Power Platte, die die Kraft aus dem Beinschlag kommend geradlinig weiterleitet. Zusätzlich sorgt
die Schnellverstellung des Flossenbandes für eine rasche Anpassung der Fersenweite und die drehbare Fersenbandschnalle „EZ – Lock“ erlaubt deren müheloses Offnen und
Schließen.
Im Einsatz
Abgetaucht vermisst man als tauchender Oldie den vielfach üblichen Gegendruck am Flossenblatt. Dies bedingt den irrtümlich entstehenden
Eindruck, dass die Flosse kaum Wirkung zeigen würde. Objektiv hingegen ist das Empfinden, dass sich die Split Fin am Fuß anders anfühlt.
Mit der Zeit stellt man fest, wie
gut man sich mit der Flosse unter Wasser bewegt, Richtungen ändert oder auch auf der Stelle navigiert. Filmer und Fotografen schätzen diese Vorteile besonders. Ohne
bemerkenswerten Kraftaufwand bewegt man sich fort, schneller Antritt wird spontan umgesetzt. Wenn es einmal notwendig sein sollte erreicht sogar ein untrainierter Gerätetaucher
eine beachtliche Geschwindigkeit, die im Verhältnis zu den mehr Kraft verzehrenden Flossenvarianten auch länger gehalten werden kann. In der Gegenstromanlage des Diver`s Indoor
Tauchzentrum konnte das praktisch erprobt werden. Insgesamt erwartet die Split Fin beim Schwimmen auf Strecke einen geringeren Hub, damit die Vorzüge des geteilten Flossenblatt
vollständig genutzt werden. Falsches Flossenschwimmen oder „Rad fahren“ reduzieren die positiven Effekte.
Nach dem Tauchgang lässt sich die Atomic Aquatics ohne
besondere Anstrengung vom Füßling ziehen, das vorne offene Fußteil bewährt sich hierbei besonders. Auch mit Handschuhen öffnet man die Fersenbandschnalle über gefederte Tasten
problemlos. Rundum hinterlässt die Flosse einen sehr guten Eindruck.
Fazit
Das System der geteilten Flosse bringt für Gerätetaucher die zur Zeit beste
Umsetzung von Kraft in Flossenwirkung. Angenehm zu tragen, robust verarbeitet, größtmögliche Einsparung beim Luftverbrauch sind positive Attribute, mit denen die Aquatics Split
Fin auch „alte Hasen“ überzeugt oder Beginner hervorragend ausrüstet. Mit etwas Übung passt man seinen Flossenschlag an den Charakter der Split Fin an. Fast könnte man den
Fischen Konkurrenz machen. So viel Hightech hat natürlich seinen Preis, auch hier findet sich die Flosse im Spitzenfeld. Doch dafür bekommt man ein langlebiges und innovatives
Produkt der Extraklasse.
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