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In Teilbereichen ist die Technik von UW-Lampen im Umbruch. Lithium-Ionen – Akkus setzte ANTARES wegbereitend ein, nun stellt der
innovative Lampenbauer seine Falcon P30 mit einem LED-Kopf vor. Über 9 Stunden kann man die Leuchte bei halber Leistungsentnahme einsetzen, bevor sie wieder ans
Ladegerät muss. UnterWasserWelt setzte sie im Roten Meer bei Testtauchgängen ein.
Nicht überall sind LED – Lampenköpfe bei Herstellern hochwertiger
UW-Leuchten die geliebten Kinder, liegen sie preislich doch deutlich über den Halogenvarianten und nähern sich verdächtig den Investitionen, die in Highend –
Tageslichtlampen getätigt werden müssten. Warum also dennoch LED`s als Lichtquelle ins Auge fassen, so stellt sich die Frage. ANTARES bietet die Falcon P30 (siehe unseren Testbeitrag) schon länger mit einem Halogenbrenner ausgestattet an, als P30 LED wird auf die
Akkueinheit lediglich ein anderer Kopf aufgesetzt, der mit 30 Hochleistungs – LED`s bestückt ist. Die erzielte Lichtausbeute ist erstaunlich und kann mit der
eines 20W – Halogenbrenners verglichen werden. Mit 35° Abstrahlwinkel kann man der Leuchte eher eine Flood – Charakteristik zuordnen, das Licht wird weich
strahlend auf den Weg gebracht. Das bedeutet natürlich, dass in Konkurrenz zu hell einfallendem Tageslicht der Beleuchtungsabstand zum Objekt nicht allzu groß sein
darf um farbentfaltende Wirkung zu erzeugen. Andererseits ist im Schatten, in Dämmerungszonen und beim Nachttauchgang der Wirkungsgrad deutlich höher. Die Annahme,
dass nur leistungsstarke Lampen mit Spotreflektor einen Nachttauchgang erst zum Erlebnis machen ist ohnehin nicht haltbar. Je nach Transparenz genügen schon 20 Watt um
das Riff vor dem Taucher hinreichend zu beleuchten ohne die vom Licht getroffene Fauna und Flora zum spontanen Rückzug zu stimulieren. Die Kanonen mit gebündeltem
Licht in der Hand von Sporttauchern machen in erster Linie am Tag Sinn, wenn man das Leben in Spalten oder die Farben etwas weiter entfernter Objekte sichtbar machen
möchte oder im dämmrigen Süßwasser mit höherem Schwebstoffanteil.
Im Zusammenspiel mit dem Lithium-Ionen – Akku gelingt es ANTARES bei kleiner Bauweise
bereits beim Halogenkopf besonders lange Einsatzzeiten pro Ladung zu generieren, bei der P30 LED stehen bei voller Leistung – vergleichbar 20 W Halogen – 5
Stunden Power zur Verfügung und immerhin 9 Stunden und 10 Minuten bei halber Dimmstufe. Das muss man sich erst einmal vergegenwärtigen. Wem nützt das definitiv?
Dem Urlaubstaucher, der nicht nach jedem Tauchgang die Ladestation anschließen möchte oder auf Safaribooten auf Tour ist, deren 220 V Bordnetz nur begrenzt
verfügbar ist. Den Tauchern, die gerne besonders lange Tauchzeiten auskosten und dabei die Umgebung des Riffs in Ruhe inspizieren und dabei, so sie fotografieren,
die Motive im Nah und Makrobereich leichter finden. Zweifelsfrei gehören auch die Tech – Taucher zum Interessentenkreis einer P30 LED, denn deren Tauchgänge
gestalten sich ohnehin in Zeiträumen, die weit über dem liegen, was Sporttaucher an Stunden unter Wasser verbringen. Als Backup – Licht wäre die P30 LED
angesichts Größe, Leistung und Gewicht in Betracht zu ziehen. Doch gehen wir noch einen Schritt weiter und sprechen wir über den universalen Einsatz der Leuchte,
die auch uneingeschränkt über Wasser verwendet werden kann. Nicht nur Expeditionen, bei denen wirklich nur beschränkte Lademöglichkeiten zu organisieren sind, kämen
als weiteres Einsatzfeld in Betracht, auch der tägliche Gebrauch im Tauchurlaub, gilt es oft schlecht beleuchtete Kabinen, Zimmer oder Stauräume in Tauchbasen zu
erhellen wie auch die Arbeitsplätze von Filmern und Fotografen, die erst mit genügend Licht ihre Gehäuse zuverlässig versorgen können. Und wenn es darum geht die
Einstiegsstelle am Nachttauchplatz vor und nach dem Tauchgang zu beleuchten, steht dank der hohen Leistungsreserve auch dafür genügend Power zur Verfügung. Die
Ladezustandsanzeige ist sehr genau und informiert den User über 5 Leuchtdioden.
Den eloxierten Alubody der ANTARES Falcon P30 LED gibt es neben dem typisch
unverkennbaren Blau mit gelben Kunststoffeinsätzen auch in schwarz und in silber / schwarz. Gerade die letztgenannte Variante sei in der Kundengunst aktuell besonders
hoch angesiedelt, wie Winfried Zühlke, der Entwickler des ANTARES – Systems, bemerkt. Geschaltet wird die Leuchte mit zwei Drucktasten, die volle und halbe
Leistung ansteuern. Ein gerasteter Schieber dient als Einschaltsperre. Echte Einhandbedienung ist mit und ohne Handschuhen möglich. Nach wie vor einzigartig ist die
Verbindung aus Lampenkopf und Akkueinheit. Ein gefedertes Bajonett verbindet beide Bauteile. Somit ist der Austausch des Lampenkopfs ein Kinderspiel und bei der
Handgepäckkontrolle am Flugplatz hat man auch keine Probleme nachzuweisen, dass sich die Lampe nicht einschalten kann, befördert man sie zweigeteilt. Die Akkueinheit
wird mit dem Bajonett zum Laden in den Ladeadapter gestellt und mit dem weltweit verwendbaren Spannungswandler verbunden. Drei Leuchtdioden im Ladeadapter informieren
über Funktion und Ladeverlauf. Maximal 3,5 Stunden sind nötig einen völlig leeren Akku zu regenerieren. Wer will kann die Leuchte stets auch in teilentladenem Zustand
ans Netz hängen, die Lithium-Ionen – Akkus sind hier völlig unempfindlich. Typisch für ANTARES sind weiterhin die Kunststoffklemme, die die Leuchte wie einen
überdimensionalen Kugelschreiber an der Bänderung einzuhängen anbietet und der im Lampenboden versenkte D-Ring, an dem ein Sicherungstool angebracht werden kann.
Praxis
Dimension und Abtrieb der P30 LED liegen etwas über dem Level der kleinsten Leuchten, die der Markt im Aluleuchtensegment anbietet, sind aber
angesichts der Leistungsdaten erstaunlich klein. Das Lampenrohr kann auch von Damenhänden gut umfasst werden und liegt gut in der Hand. Die Bedienung der Drucktasten
ist angenehm und funktioniert zuverlässig. Die Leuchtkraft des LED Kopfes ist beeindruckend, zumal die gebündelte Anordnung von 30 weißen Dioden eine gleichmäßige
Fläche entwirft, die sogar zur Foto- oder Videobeleuchtung kleinerer Objekte herangezogen werden kann. Das Farbspektrum liegt bei 5600 Kelvin und hat damit echte
Tageslichtqualität.
Fazit
Es wäre zu schade die Falcon P30 LED nur unter Wasser einzusetzen. Als Dauerbrenner rund um jeden
Lichtbedarf im Urlaub oder zuhause sammelt sie Punkte. Sie macht als Fotolicht im Nahbereich eine ebenso gute Figur, wie als Lichtquelle beim Dämmerungs- und
Nachttauchgang in moderat von Schwebstoffen durchzogenen Gewässern. Ist die Sicht eingetrübt käme der optionale Halogenkopf mit Spotreflektor zum Zuge.
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